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Konzertbericht: Saxon live in Hamburg

Moin aus Hamburg! Die britischen Heavy-Metal-Ikonen Saxon waren am vergangenen Montagabend zu Gast in der Hansestadt. Der Abend war eine Hommage an das Genre des guten alten Heavy Metal. Als Support-Acts hatten Saxon die Bands Girlschool und Grand Slam eingeladen – beide lieferten großartigen Rock und Heavy Metal auf der Bühne ab.

Leider konnte ich Grand Slam nur aus der Ferne lauschen, da ihr Set bereits kurz nach 19 Uhr begann – wohl gemerkt, der Einlass war ebenfalls für 19 Uhr angesetzt. Es war wirklich schade, dass man den Anfang verpasste und nur das Ende bewusst miterleben konnte. Dennoch habe ich selten eine Vorband erlebt, die eine derart begeisterte Publikumsresonanz erhielt – lautstarke Pfiffe und Zurufe untermalten die Stimmung. Grand Slam lieferten einen wirklich starken Auftakt für den Abend.

Die DOCKS-Halle auf der Reeperbahn füllte sich schnell. Laut Veranstalter war das Konzert zwar nicht ausverkauft, doch die Fans drängten sich dicht an dicht. Als Nächstes betraten Girlschool die Bühne – eine Band voller Frauenpower der älteren Generation. Zwischen all den männlich besetzten Bands und Sängern war es eine angenehme Abwechslung, eine weibliche Stimme zu hören – und Girlschool enttäuschten keineswegs! Die Stimmung wurde weiter angeheizt, und die Band erntete begeisterte Zurufe sowie starken Applaus. Das Publikum feierte den weiblichen Heavy-Metal-Sound sichtlich. Für eine Zugabe schien am Ende leider keine Zeit mehr gewesen zu sein, obwohl die Zuschauer lautstark danach forderten.

Frontfrau Kim McAuliffe präsentierte dem Publikum stolz ihr neues St.-Pauli-Shirt und erzählte von ihrem etwas bizarren Einkaufsbummel in Hamburg. Girlschool überzeugten nicht nur musikalisch mit Präzision und Energie, sondern auch mit ihrer sympathischen und humorvollen Art. Immer wieder lockerten sie ihr Set mit lockeren Ansagen auf und bauten eine echte Verbindung zum Publikum auf.

Um 21 Uhr war es dann soweit: Saxon wurden auf der Bühne begrüßt. Laute Pfiffe und aufgeregte Schreie hallten durch die Menge, bevor die Band schließlich die Bühne betrat – und das Publikum war, man möchte fast sagen: komplett aus dem Häuschen. Man spürte die Vorfreude auf den Hauptact des Abends, und Saxon enttäuschten nicht. Die älteren Herrschaften waren energiegeladen, suchten den Kontakt zum Publikum und lieferten, unterstützt von Lichtshow und Nebeleffekten, einen starken Auftritt ab. Sänger Peter „Biff“ Byford bewegte sich zwar nur gemächlich vor seinem Mikrofon hin und her, doch seine Performance war präzise und authentisch.

Alles in allem war es ein durch und durch gelungener Abend mit stark gespieltem Heavy Metal von allen drei Bands und einer großartigen Stimmung. Durch den frühen Beginn des ersten Acts wirkte das Konzert fast schon ein wenig zu kurz – aber dennoch absolut gelungen!

Text & Fotos: Melina Thomassen