Rock Journal
Konzertberichte

Gojira entfesseln Metal-Power in ausverkaufter Turbinenhalle Oberhausen

Gestern Abend bebte die Turbinenhalle Oberhausen: Gojira spielten vor restlos ausverkauftem Haus und boten ihrem Publikum knapp 90 Minuten lang ein intensives Set. Von der ersten Sekunde an war klar – hier wird keine halbe Sache gemacht.

Die Setlist war eine ausgewogene Mischung aus Klassikern und neueren Songs. Hymnen wie Flying Whales und Stranded brachten die Halle zum Kochen, während Silvera und The Cell die unbändige Wucht der Franzosen unterstrichen. Für mich persönlich war jedoch Mea Culpa der Höhepunkt des Abends – ein Song, den ich seit ihrem großartigen Auftritt bei den Olympischen Spielen noch stärker feiere. Als die ersten Töne erklangen, war bei mir Gänsehaut garantiert.

Die Stimmung war von Beginn an brachial: dicht gedrängte Reihen von Headbangern, brodelnde Moshpits und ein Publikum, das jede Zeile mitsang. Die Band zeigte sich spielfreudig und fokussiert, Joe Duplantiers markante Stimme und das präzise Zusammenspiel mit Bruder Mario am Schlagzeug sorgten für einen Sound, der sowohl wuchtig als auch glasklar war.

Nach rund eineinhalb Stunden verabschiedeten sich Gojira unter tosendem Applaus.

Ein Konzert, das musikalisch Maßstäbe setzte. Gojira haben in Oberhausen erneut bewiesen, warum sie zu den wichtigsten Vertretern des modernen Metal zählen – und für mich persönlich einen unvergesslichen Moment mit Mea Culpa geschaffen.

Foto: Travis Shinn