Rock Journal
Konzertberichte

Konzertbericht – Völkerball – näher am Original geht’s kaum!

Am 7. November 2025 verwandelte sich die Turbinenhalle Oberhausen in ein loderndes Inferno aus Flammen, Donner und Riffs: Völkerball, die wohl bekannteste Rammstein-Tribute-Band Europas, bewiesen erneut, warum sie seit Jahren als das Nonplusultra gelten, wenn es darum geht, das Original authentisch zu zelebrieren.

Schon mit den ersten Klängen von „Rammlied“ war klar – hier steht keine gewöhnliche Coverband auf der Bühne. Der Sound war wuchtig und nahezu identisch mit dem, was man von Rammstein selbst kennt. Sänger René Anlauff fesselte das Publikum mit seiner markanten Stimme, die Till Lindemann in Ausdruck und Tiefe verblüffend nahekommt. Jede Bewegung, jede Geste, jedes Flammenmeer war perfekt inszeniert. Die Bühnenshow: bombastisch. Pyrotechnik, Licht und Rauch – alles auf höchstem Niveau und mit einer Liebe zum Detail, die ihresgleichen sucht.

Nach etwa 40 Minuten kam es jedoch zu einem unvorhergesehenen Zwischenfall: Ein Feueralarm unterbrach das Konzert. Das Publikum blieb trotz der plötzlichen Unterbrechung ruhig und diszipliniert, während die Halle vorsorglich geräumt wurde. Nach rund 30 Minuten Entwarnung – Fehlalarm. Und als Völkerball zurück auf die Bühne kamen, war die Stimmung noch intensiver als zuvor.

Die Setlist bot ein perfektes Best-of aus Rammsteins Karriere – alles war dabei. Besonders beeindruckend: Die detailgetreue Live-Performance, die sowohl musikalisch als auch visuell kaum vom Original zu unterscheiden war. Man spürte, dass Völkerball nicht einfach nur nachspielen, sondern Rammstein leben.

Am Ende verließ ein begeistertes Publikum die Turbinenhalle – mit dem Gefühl, einer echten Rammstein-Show beigewohnt zu haben. Völkerball bewiesen einmal mehr, dass sie weit mehr sind als eine Tribute-Band: Sie sind eine Hommage auf höchstem Niveau, eine perfekte Symbiose aus Musik, Theatralik und Feuerkraft.

Ein grandioser Abend mit einer Band, die Rammstein so authentisch und mitreißend interpretiert, dass man zeitweise vergisst, dass es sich „nur“ um ein Tribute handelt. Selbst ein Feueralarm konnte diesem Spektakel nichts anhaben – im Gegenteil: Er machte den Abend nur noch unvergesslicher.

Text & Fotos: Marcel Rotzoll