Die erste Hälfte ihrer Abyss Pt. II-Europatour haben Annisokay bereits erfolgreich absolviert. Im zweiten Tourblock macht die ursprünglich aus Halle stammende Band am 25. November Halt in der Batschkapp in Frankfurt am Main. Als Support standen The Narrator aus Essen bereit und ab der zweiten Hälfte der Tour unterstützten zusätzlich Our Promise als Special Guest aus Stuttgart.
Zahlreiche Shows der Tour waren im Vorfeld ausverkauft, und die Nachfrage blieb durchgehend hoch. Auch die Batschkapp war an diesem Abend gut gefüllt: Die Besucher standen dicht gedrängt, und selbst die Empore war bestuhlt und geöffnet. Offiziell war das Konzert zwar nicht ausverkauft, doch wie Sänger Christoph Wieczorek später anmerkte, hätte man an diesem Abend ohnehin kaum noch Platz für zusätzliche Gäste finden können.
Den Auftakt des Abends machten The Narrator, die mit einem kraftvollen Start sofort für Stimmung und Bewegung sorgten. Ihre rund 30-minütige Setlist – bestehend aus Pills from the Start, Stained Glass Reality, Unbind Me, Aurora, The Witch, No Answer und Purgatory empfing das Publikum mit voller Wucht. Da Schlagzeuger Fritz Dehn an diesem Abend nicht spielen konnte, übernahm Yunus Proch (Alleviate) seine Position, was er souverän meisterte.
The Narrator traten keineswegs vor unbekanntem Publikum auf: Einige Fans kannten sie bereits, feierten lautstark mit und zündeten erste Moshpits. Die Band präsentierte ihren rauen, dynamischen Sound routiniert und selbstbewusst. Prägend für ihren Stil ist vor allem die markante, raue Stimme von Clean-Vocalist Rob Hoppe, die dem Hardcore-/Metalcore-Mix eine besondere Note verleiht, auch wenn sich die Vocals zuweilen in den Höhen etwas verlieren. Ergänzt werden die Clean Vocals durch Shouter „Jochen“, dessen kraftvolle Shouts ebenso überzeugten wie der insgesamt druckvolle Livesound, der an diesem Abend durch die Batschkapp schallte.
Als Special Guest Our Promise zeigten sich auf der Bühne routiniert und souverän. Von Beginn an herrschte eine mitreißende Stimmung, die sich schnell im gesamten Publikum ausbreitete. Der gut abgemischte Sound unterstrich die energiegeladene Performance der Band, die mit viel Leidenschaft und Dynamik spielte. Das feierfreudige Publikum nahm diese Energie dankbar auf und feierte jeden Song begeistert mit. Our Promise spielten ein etwa 40-minütiges Set und bereiteten das Publikum optimal für den Headliner Annisokay vor.
Schlussendlich wurden Annisokay mit tosender Begeisterung empfangen und auf der Bühne begrüßt! Die Bühne wurde hell von 4 LED-Wänden und zusätzlichen Leuchtelementen erhellt. Die Bühnenshow war simpel und doch zugleich gut geplant und atmosphärisch. Die LED-Wände zeigten entweder atmosphärische Darstellungen, welche die Stimmung passend untermalten oder eingeblendete Testelemente. Im Vergleich zu seinen Bandkollegen durften sich die Besucher in der ersten Reihe auf eine energiereiche und vor allem nahe Performance von Shouter Rudi Schwarzer freuen, welcher einige Male sich zum Publikum an die Barrikade begab. Annisokay spielten insgesamt 17 Songs und spielten jeden davon mit voller Energie. Die Fans wurden musikalisch
keines Wegs enttäuscht! Insgesamt lässt sich nicht viel mehr dazu sagen außer: Das hat geballert!
Ein insgesamt äußerst gelungener Abend mit einem passenden Line-Up und fetter Musik! Ein Fest für alle Metalltore-Fans.
Fotos&bericht: Melina Thomaßen
