Rock Journal
Konzertberichte

LORNA SHORE – Konzertbericht Frankfurt 23.01.2026 – Tourauftakt

Die US-amerikanische Band aus New Jersey startete am 23.01.2026 ihre EU-Headliner-Tour mit gewaltiger Power in Frankfurt am Main. Zusammen mit Last Breath of Humanity, Shadow of Intent und Whitechapel als Support durften sich die Fans auf eine ganze Menge musikalischer Darbietungen freuen. Ein Fest für alle Death-Metal-Fans!

Die aktuelle Headliner-Tour von Lorna Shore ist bereits in vielen Städten ausverkauft, so auch in Frankfurt. Ein starkes Feedback der Fans, das beweist, dass in Frankfurt mehr Death Metal gespielt werden kann.

Über den Abend hinweg stieg die positive und erwartungsvolle Stimmung immer weiter. Als Lorna Shore schließlich auf der Bühne standen, wurde ein Vorhang installiert, der die Bühnenkonstruktion verhüllte und die Spannung im Publikum steigerte. Beim ersten Song der Setlist, Oblivion, fiel der Vorhang nach einem spannungsvollen Auftakt mit einem Krachen und enthüllte einen umfangreichen Bühnenaufbau mit einem langen Ego-Riser vorne und mehreren großen LED-Wänden sowie einer Empore/Drum-Riser, ebenfalls aus LED-Wänden konstruiert. Oblivion lieferte einen epischen und zugleich kraftvollen Einstieg in das Set. Die ersten Feuerwerfer und Explosionen ließen nicht lange auf sich warten und zeigten, was den Zuschauern an diesem Abend noch bevorstand. Das Set umfasste insgesamt elf Songs und eine Zugabe. Die meisten davon stammten natürlich vom aktuellen Album I Feel The Everblack Festering Within Me. Es ging weiter mit Unbreakable und War Machine. Abgesehen von einer reibungslosen Performance ergab sich das Gefühl, von den Songs und den beeindruckenden, abstrakten und riesigen Visuals auf den Screens förmlich durch den Abend getragen zu werden. Die Band präsentierte sich am ersten Tourtag in Topform und lieferte von Anfang bis Ende ein tolles Konzert. Gesanglich war Frontmann Will Ramos natürlich extrem beeindruckend und gekonnt, aber auch der Rest der Band trug seinen Teil zur Performance bei. Besonders sehenswert war Schlagzeuger Austin Archey, der auf der Empore stand und mit den Visuals im Hintergrund verschmolz.

Den Mittelteil des Sets bildeten In Darkness, Glenwood (einer meiner persönlichen Lieblingssongs, der auch live für Gänsehaut sorgte) sowie Prison of Flesh, bevor dieses mit Pain Rains I, II und III endete.

Insgesamt lässt sich der Abend als rundum gelungen beschreiben. Lorna Shore boten eine starke, präzise und hochwertige Bühnenperformance mit der ausdrücklichen Empfehlung euch noch eines der restlichen Tickets für eine der noch nicht ausverkauften Shows zu sichern und euch das Konzert anzuschauen! Wenn ihr auf melodischen Deathcore steht, werdet ihr nicht enttäuscht!

Bericht & Fotos: Melina Thomaßen