Rock Journal
Konzertberichte

Konzertbericht: Paleface Swiss – 23.01.2026, Haus Auensee Leipzig

Am 23. Januar 2026 machten Paleface Swiss Halt im Haus Auensee in Leipzig – begleitet von Static Dress und Stick To Your Guns als Support.

Den Auftakt bildeten Static Dress. Shame on me – leider habe ich ihren Auftritt verpasst, weshalb ich dazu nicht viel sagen kann. Umso gespannter war ich auf den nächsten Act.

Stick To Your Guns betraten anschließend die Bühne und sorgten direkt für ordentlich Bewegung. Die Hardcore-Band aus Orange County, Kalifornien, ist bereits seit 2003 aktiv und gehört seit Jahren zu den festen Größen der Szene. Mit ihrer Mischung aus melodischem Hardcore und politischer Attitüde heizten sie dem Publikum ordentlich ein. Die Menge feierte sie definitiv: Moshpits, Crowdsurfer und ein durchgehend bewegtes Publikum machten deutlich, dass STYG hier auf offene Ohren und Herzen trafen.

Dann war es Zeit für den Headliner: Paleface Swiss.

Was soll man sagen – wer die Band von ihren Anfängen kennt, weiß, dass sie längst keine „kleine Band“ mehr ist. Auch wenn Frontmann Zelli sie gerne noch so ankündigt. Die Zeiten der kleinen Keller-Shows sind vorbei. Heute füllen Paleface große Hallen – so auch das Haus Auensee.

Statt chaotischer, überfüllter Beatdown-Pits, in denen sich Fans früher förmlich stapelten, präsentierte sich nun eine durchdachte Show mit Bühnendeko und Pyro-Effekten. Doch eines hat sich nicht verändert: die Energie. Circle Pits, Wall of Death, Crowdsurfer und konstante Bewegung im Publikum zeigten, dass Paleface trotz Wachstum und größerer Produktion nichts von ihrer Wucht verloren haben.

Mit einer starken Mischung aus alten Klassikern und neuem Material riss die Band das Publikum komplett ab. Besonders emotional wurde es, als Zelli Leipzig als eine ihrer Lieblingsstädte bezeichnete und an das Full Force Festival erinnerte.

Ein kleiner, bittersüßer Moment – Rest in Peace, Full Force.

Paleface bewiesen an diesem Abend eindrucksvoll, dass sie ihren Weg vom Underground in die großen Hallen gemeistert haben, ohne ihre Identität zu verlieren. Laut, intensiv, ehrlich – und mit einer Verbindung zum Publikum, die man nicht planen kann.

Ein Konzert, das in Erinnerung bleibt.

Fotos & Bericht: Wendy Ranke