Die Hamburger Band Lost in Hollywood startet mit viel Rückenwind ins Jahr 2026. In den vergangenen Wochen hat die Formation gleich zwei neue Songs veröffentlicht – und gleichzeitig den Weg für ihr kommendes, selbstbetiteltes Album „Lost in Hollywood“ geebnet, das am 20. März erscheint.
Mit „I Should’ve Known Better“ präsentierte die Band zunächst eine Single, die ihre melodische Seite stark in den Vordergrund stellt, ohne dabei an Druck zu verlieren. Der Song verbindet eingängige Refrains mit dynamischen Gitarrenparts und greift thematisch emotionale Selbstreflexion auf. Es geht um Erkenntnis, um verpasste Warnzeichen und um den Moment, in dem man sich eingestehen muss, dass man etwas hätte kommen sehen können. Zwischen ruhigerer Strophe und kraftvollem Chorus entsteht ein Spannungsbogen, der sich live vermutlich besonders intensiv entfalten dürfte.
Kurz darauf folgte mit „Pieces“ der nächste Vorgeschmack auf das neue Album. Während „I Should’ve Known Better“ noch stärker auf Kontrast zwischen Melodie und Härte setzt, wirkt „Pieces“ geschlossener und direkter. Der Track transportiert eine spürbare innere Zerrissenheit – musikalisch unterstützt durch treibende Drums, dichte Gitarrenwände und einen Refrain, der sich schnell festsetzt. Inhaltlich kreist der Song um das Gefühl, auseinanderzufallen oder sich neu zusammensetzen zu müssen – ein Motiv, das gut in die emotionale Gesamtästhetik der Band passt.
Beide Singles zeigen, dass Lost in Hollywood ihren Sound weiter geschärft haben. Die Mischung aus modernem Alternative Metal, klaren Hooks und einer gewissen Emotionalität bleibt ihr Markenzeichen, wirkt jedoch fokussierter und selbstbewusster als zuvor.
Das kommende Album „Lost in Hollywood“ trägt nicht nur den Bandnamen, sondern scheint auch programmatisch zu sein. Ein selbstbetiteltes Werk steht oft für einen bewussten Schritt nach vorn – eine Art Standortbestimmung. Nach mehreren Single Releases und dem Debütalbum markiert diese Platte nun einen geschlossenen Abschnitt: ein Album, das die bisherigen Entwicklungen bündelt und zugleich neue Akzente setzt.
Mit dem Release am 20. März dürfte die Hamburger Szene – und darüber hinaus auch Fans moderner, melodischer Härte – gespannt auf das Gesamtwerk blicken. Wenn die beiden bisherigen Vorab-Songs ein Hinweis sind, erwartet uns eine Platte, die Emotionalität und Energie gekonnt miteinander verbindet, ohne sich stilistisch einengen zu lassen.
Foto: Melina Thomaßen
