Rock Journal
Konzertberichte

Eskalation heißt TBS – Offenbach, 28.02.2026 – Konzertbericht

Nach mehreren Weekender-Shows im Januar und Februar kommt die TBS Rap-Rock- und Zaubershow nun zu einem energiegeladenen Finale in Offenbach am Main am vergangenen Samstag.

In letzter Zeit hört man vermehrt, dass die Crowd bei diversen Konzerten nicht mehr abgehe, sondern nur noch herumstehe, um mit dem Handy zu filmen. Wer allerdings auf ein TBS-Konzert geht, darf sich auf maximale Partystimmung und ordentlich Bewegung freuen!

Bei der Rap-Rock- und Zaubershow durften sich die Besucher auf dieser Tour nicht nur über die wunderbare Musik der Butcher Sisters freuen, sondern auch über „hochwertig aufgeführte“ Zaubertricks, bei denen unterschiedlichste Dinge herbeigezaubert oder Sänger Stroppo auch mal in zwei Teile geteilt wurde – alles im Sinne der komödiantischen Unterhaltung. TBS schafft es jedes Mal wieder, sich nicht zu ernst zu nehmen und damit eine wirklich ausgelassene Partystimmung zu erzeugen. Es gibt eine Regel bei TBS-Konzerten, wie Stroppo zu Beginn sagte:

„Seid ordentlich betrunken, aber seid keine betrunkenen Arschlöcher und passt aufeinander auf.“

Gestartet ist das Konzert mit Bierosaufus-Ex  und kaum wurde der erste Breakdown gespielt, strömte die Menge in die Mitte zum Pit. Die Stimmung war bereits nach dem ersten Song ausgelassen. Es folgte eine 1,5-stündige Setlist mit insgesamt 17 Tracks. Nach White Monster und zu Beginn von Klettergerüststartete Stroppo das „Crowd-Boot-Rennen“ zum FOH, das zeitweise zur B-Stage umfunktioniert wurde. Dort wurde dann ganz à la TBS der Song Klettergerüst mit Cowboyhut performt. Vom FOH ging es dann natürlich ganz zufällig mit einem Roller durch die Menge zurück zur Main Stage, passend zum Song City Roller.

Der Sound in der Stadthalle Offenbach war für die Verhältnisse der Halle ausgesprochen gut, sehr kontrolliert, ohne dabei an Kraft einzubüßen. Die Stadthalle war zwar nicht ausverkauft, aber dennoch gut gefüllt.

Beim Nudelsong ging die Menge noch einmal richtig ab. Es wurde gesprungen, mitgesungen und gemosht. Und da TBS sich scheinbar um seine Fans sorgt, wurden danach im Publikum sogar noch Wasserflaschen verteilt.

Das Fazit des Abends: Es war eine wahrhaftige Rap-Rock-Zauber-, aber vor allem Spaßshow! Die Musik und lyrischen Meisterwerke der Band mögen nicht für jedermann etwas sein, aber wenn man die Musik der netten jungen Burschen von TBS mag, wird man bei den Shows keinesfalls enttäuscht und regelrecht mit einem 1,5-stündigen Unterhaltungsprogramm überschüttet.

 

Bericht: Melina Thomaßen Foto: Archivbild