Am Freitag, den 20. März 2026, verwandelte sich die Turbinenhalle vor rund 2.500 Fans in ein wahres Epizentrum mittelalterlich angehauchten Metal-Wahnsinns. Auf dem Programm standen Feuerschwanz – eine Band, die für ausgelassene Stimmung, humorvolle Texte und eine energiegeladene Show bekannt ist. Zugegeben: Stilistisch liegt diese Art von Metal eigentlich nicht in meinem persönlichen Lieblingsbereich. Doch was an diesem Abend geboten wurde, ließ selbst Skeptiker schnell Teil der ausgelassenen Feier werden.
Den Auftakt machte die Vorband Miracle of Sound, die das Publikum von Beginn an hervorragend auf Betriebstemperatur brachte. Mit ihrer Mischung aus epischem Rock und kraftvollen Hymnen schafften sie es schnell, die Halle in Bewegung zu bringen. Schon während ihres Sets wurde klar, dass das Publikum nicht nur zahlreich erschienen war, sondern auch große Lust auf einen intensiven Konzertabend hatte.
Als schließlich Feuerschwanz die Bühne betraten, gab es kein langes Warmwerden mehr: Die Band legte los wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Vom ersten Song an entwickelte sich eine regelrechte positive Eskalation. Die Menge sang, klatschte und sprang – und die Band nutzte jede Gelegenheit, diese Energie weiter anzufachen. Besonders auffällig war dabei die Spielfreude der Musiker, die nicht nur musikalisch überzeugten, sondern auch mit einer großen Portion Humor und Selbstironie auftraten.
Ein Highlight des Abends war ohne Zweifel „Knightclub“. Der Song entfaltete live eine enorme Wucht und verwandelte die Turbinenhalle kurzerhand in eine gigantische Partyzone. Die Kombination aus treibendem Rhythmus, eingängigem Refrain und der sichtbaren Begeisterung der Fans sorgte für einen der lautesten Momente des Konzerts.
Nicht weniger eindrucksvoll war „Ultima Nocte“, das eine ganz andere, epischere Atmosphäre in die Halle brachte. Hier zeigte sich, wie vielseitig die Band live agieren kann: Zwischen kraftvollen Gitarren, hymnischen Melodien und einem Publikum, das jede Zeile mitsang, entstand ein Moment, der für viele Besucher zu den emotionalen Höhepunkten des Abends gehört haben dürfte.
Ein weiterer großer Pluspunkt war die Interaktion mit dem Publikum. Feuerschwanz verstanden es hervorragend, die rund 2.500 Besucher immer wieder einzubinden – sei es durch Mitsingpassagen, humorvolle Ansagen oder spontane Aktionen zwischen den Songs. Diese Nähe zum Publikum machte den Abend nicht nur zu einem Konzert, sondern zu einer gemeinsamen Feier zwischen Band und Fans.
Am Ende bleibt festzuhalten: Auch wenn diese Art von Metal normalerweise nicht genau meinen persönlichen Geschmack trifft, konnte sich kaum jemand der Energie dieses Abends entziehen. Feuerschwanz lieferten eine mitreißende Show, die musikalisch, atmosphärisch und stimmungstechnisch auf ganzer Linie überzeugte. Die Turbinenhalle wurde an diesem Freitag zu einem Ort der ausgelassenen Metal-Party – und die rund 2.500 Besucher dürften noch lange mit einem breiten Grinsen nach Hause gegangen sein.
Bericht & Fotos: Marcel
