Label: MNRK Heavy / Spinefarm
Genre: Heavy Metal / Southern Rock / Doom
VÖ: 27.03.2026
Bewertung: 9/10
Der Berserker ist zurück: Zakk Wylde lässt die Motoren dröhnen
Nachdem Zakk Wylde in den letzten Jahren als Gitarren-Axt für die Pantera-Reunion um die Welt gejagt ist, kehrt er nun zu seinem Herzensprojekt zurück. Und man hört jeder Note an: Der Mann hat Energie getankt. „Engines of Demolition“ ist genau das, was der Titel verspricht – eine unaufhaltsame Maschine aus Riffs, die Häuserwände einreißen können.
Zwischen Abrissbirne und tiefem Schmerz
Das Album ist geprägt von den Erlebnissen der letzten vier Jahre. Musikalisch bleibt Wylde dem BLS-Kodex treu: „Alles beginnt und endet mit dem Riff“. Doch unter der harten Schale aus Pinch Harmonics und Wah-Wah-Exzessen verbirgt sich diesmal eine enorme emotionale Tiefe.
Die Highlights:
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„Name In Blood“: Der Opener und die aktuelle Single. Ein klassischer BLS-Stampfer, der sofort klarmacht: Die Black Label Society ist wieder im Dienst.
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„Gatherer of Souls“: Ein düsteres Riff-Monster, das stark an die frühen Sabbath-Tage erinnert, aber mit Zakks unverkennbarer moderner Power veredelt wurde.
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„Ozzy’s Song“: Der absolute Gänsehaut-Moment am Ende des Albums. Es ist Zakks persönliche Hommage an seinen Mentor und Freund Ozzy Osbourne. Wer bei „In This River“ schon eine Träne verdrückt hat, sollte hier die Taschentücher bereithalten.
Fazit
„Engines of Demolition“ ist vielleicht das kompletteste BLS-Album seit einem Jahrzehnt. Es liefert den gewohnten Heavy-Metal-Gottesdienst für die „Chapter“-Anhänger weltweit, zeigt Zakk Wylde aber auch so verletzlich wie selten zuvor. Ein massives Werk, das sowohl den Bizeps als auch die Seele bedient.
„Zakk Wylde zelebriert das Erbe des Heavy Metal und festigt gleichzeitig seinen eigenen Thron. Ein Pflichttermin für jeden, der Gitarrenmusik mit Eiern und Herz liebt.“
Text: Marc Junge
