Rock Journal
Plattencheck

Plattencheck: Lansdowne – Wish You Well

Label: Odyssey Music Network

Genre: Hard Rock / Alternative Metal

VÖ: 27.03.2026

Bewertung: 8.2/10

Phönix-Vibes aus Boston

Lansdowne haben sich Zeit gelassen, aber das Warten hat sich gelohnt. „Wish You Well“ ist kein Album, das man einfach nur nebenbei hört – es ist eine Reise durch die menschliche Psyche. Die Band selbst beschreibt das Werk als einen Prozess vom Zerbrechen bis hin zum Wiederaufbau von Körper und Geist. Und genau diese Intensität hört man in jedem Riff.

Arena-Rock mit Tiefgang

Die Produktion ist massiv. Lansdowne schaffen es, diesen typisch amerikanischen Arena-Rock-Sound mit einer fast schon greifbaren emotionalen Verletzlichkeit zu kreuzen. Frontmann Jon Ricci liefert hier vermutlich die beste Performance seiner Karriere ab.

Die Highlights:

  • „Burn It Down“: Eine absolute Hymne über das Loslassen. Der Song ist laut, aggressiv und gleichzeitig befreiend – perfekt, um live alles rauszulassen.

  • „Rescue“: Ein Song, der sich dem Thema mentale Gesundheit widmet. Mit der Kernbotschaft, dass die Helden, die wir suchen, oft schon im Spiegel zurücklächeln, trifft der Track mitten ins Schwarze.

  • „Release Me“: Der emotionale Kern des Albums. Hier zeigen Lansdowne, dass sie auch die leisen, zerbrechlichen Momente beherrschen, bevor sie im Refrain alles in Schutt und Asche legen.

Fazit & Live-Check

„Wish You Well“ ist das reifste Werk der Band. Es ist modern, druckvoll und lyrisch so ehrlich, dass es fast weh tut. Besonders spannend wird die Frage, wie diese gewaltige Produktion live umgesetzt wird. Wir sind extrem gespannt, wie die neuen Hymnen auf der Bühne zünden – besonders wenn die Tour am 17. April 2026 im Don’t Panic in Essenhalt macht. In der Enge des Clubs wird die emotionale Wucht von Songs wie „Rescue“ sicher noch einmal eine ganz andere Intensität entfalten.

„Ein Album wie ein Pflaster: Es brennt erst kurz, aber am Ende hilft es beim Heilen. Ein Muss für Fans von Shinedown oder Alter Bridge – und live ein absoluter Pflichttermin!“

Text: Marc Junge