Label: Century Media Records
Genre: Alternative Metal / Post-Hardcore
VÖ: 10.04.2026
Bewertung: 9.0/10
Schönheit aus dem Schmerz
Nach dem Erfolg von „Ultraviolet“ (2023) standen As Everything Unfolds vor ihrer bisher größten Herausforderung. Der Tod von Jamie Gowers hätte das Ende der Band bedeuten können, doch die Briten haben all ihre Trauer, Wut und Hoffnung in dieses neue Werk kanalisiert. „Did You Ask To Be Set Free?“ ist kein reiner Trauergesang, sondern eine kraftvolle Feier des Lebens und der Weiterentwicklung.
Ein Sound, der atmet
Die Band hat sich auf diesem Album von Genre-Grenzen fast komplett gelöst. Zwar gibt es immer noch die wuchtigen Riffs und Charlie Rolfes beeindruckende Screams, aber der Fokus liegt mehr denn je auf „Gefühl“ statt auf reiner „Atmosphäre“. Die Produktion ist schlank, modern und lässt viel Raum für Charlies Stimme, die hier endgültig zur Weltklasse aufschließt.
Die Highlights:
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„Gasoline“: Ein Song, der förmlich explodiert. Die Dynamik zwischen den ruhigen Strophen und dem massiven Refrain zeigt die Band in Bestform. Ein absoluter Ohrwurm mit Tiefgang.
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„What You Wanted“: Hier wird es richtig schwer. Das tiefergestimmte Riff walzt alles nieder und erinnert an die härteren Momente ihrer Anfangstage, ist aber wesentlich reifer arrangiert.
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„Set It In Flow“: Vielleicht der kreativste Track des Albums. Mit interessanten Wah-Wah-Effekten und einer stetig steigenden Intensität experimentiert die Band hier erfolgreich mit neuen Sound-Schichten.
Fazit
As Everything Unfolds haben ein Album geschaffen, das wehtut und gleichzeitig heilt. Es ist eine mutige Mischung aus Alternative Rock, Metalcore-Fragmenten und Pop-Sensibilität. Dass sie trotz des schweren Schicksalsschlags so ein fokussiertes und starkes Album abliefern, verdient höchsten Respekt.
„Ein Album, das unter die Haut geht. ‚Did You Ask To Be Set Free?‘ ist das Dokument einer Band, die an ihrem Schmerz gewachsen ist und nun stärker klingt als je zuvor.“
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Text: Marc Junge (majun.photo)
