Rock Journal
Plattencheck

Plattencheck: Bilmuri – KINDA HARD

Label: Columbia Records

Genre: Neon-Country / Post-Hardcore / Alt-Pop

VÖ: 10.04.2026

Bewertung: 9.3/10

Der Name ist Programm: KINDA HARD

Johnny Franck macht keine halben Sachen. Der Titel „KINDA HARD“ ist britisches Understatement par excellence, denn musikalisch geht es hier alles andere als „ein bisschen hart“ zur Sache. Es ist die konsequente Fortführung seines völlig eigenen Universums, in dem Country-Ästhetik auf moderne Core-Elemente trifft, als wäre es die natürlichste Sache der Welt.

Muri-Nation: Ein Genre für sich

Johnny schafft es auch auf dem neuen Werk, das Saxophon so organisch in tiefergestimmte Gitarrenwände zu integrieren, dass man sich fragt, warum das nicht schon immer so gemacht wurde. Das Album strotzt vor Energie, Humor und einer Produktion, die so glattpoliert ist wie ein frisch gewachster Truck – und doch an den richtigen Stellen ordentlich Dreck aufwirbelt.

Die Highlights:

  • „Rock Bottom“: Ein Song, der sofort klarmacht, warum Bilmuri aktuell so gehyped wird. Die Mischung aus emotionaler Dringlichkeit und einem Refrain, der einfach nicht mehr aus dem Kopf geht, ist schlichtweg genial.

  • „More Than Hate“: Hier zeigt die Band ihre Zähne. Ein Track, der die „Hard“-Komponente im Albumtitel mehr als rechtfertigt und live vermutlich für absolute Zerstörung sorgen wird.

  • „Hard2Tell“: Vielleicht der vielschichtigste Track der Platte. Hier greifen alle Rädchen ineinander: Die markanten Vocals, das präzise Songwriting und natürlich dieser ganz spezielle „Muri-Vibe“.

Fazit

Bilmuri ist das Antidot zu jedem verstaubten Genre-Wächter. „KINDA HARD“ macht einfach verdammt viel Spaß, ohne dabei musikalisch oberflächlich zu sein. Es ist laut, es ist bunt und es ist verdammt eigenständig. Johnny Franck bleibt der König des kontrollierten Wahnsinns.

„Ein Album wie ein Energy-Drink: Süß, knallig und man will sofort jemanden umarmen oder einen Moshpit starten. Ein absolutes Highlight im April.“

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Text: Marc Junge (majun.photo)