Label: Independent
Genre: Post-Hardcore / Alternative Rock / Ambient
VÖ: 01.05.2026
Bewertung: 9.4/10
Zwischen Erde und Himmel: Eine klangliche Evolution
Die australischen Schwergewichte Dream On Dreamer melden sich mit „Heavens“ zurück und zeigen sich reifer denn je. Wer die Band noch rein im Metalcore verortet, wird hier eines Besseren belehrt. „Heavens“ ist ein tief emotionales Werk, das durch seine atmosphärische Dichte und die bewusste Entscheidung für ruhige Momente besticht. Das Album atmet eine melancholische Schönheit, die den Hörer von der ersten Sekunde an umhüllt.
Die Magie der Kontraste
Was dieses Album so besonders macht, ist die fantastische Gesangsleistung von Marcel Gadacz. Seine Stimme trägt das Album mühelos durch zerbrechliche, leise Passagen, bevor sie in gewaltigen emotionalen Ausbrüchen explodiert. Die ruhigen Parts in jedem Song sind hierbei keine Lückenfüller, sondern das Herzstück der Platte.
Die Highlights:
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„White Rooms“: Ein ungewöhnlich ruhiger Einstieg für die Band. Der Opener verzichtet auf die übliche Tür-ins-Haus-Attitüde und baut stattdessen eine fast schon sakrale Atmosphäre auf, die perfekt auf das Albumthema einstimmt.
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„Focused On Heaven“: Hier zeigt sich die ganze Brillanz des Songwritings. Der Track pendelt meisterhaft zwischen Introspektion und hymnischer Weite. Marcels Stimme erreicht hier eine Intensität, die unter die Haut geht.
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„Like Crystal“: Ein Song wie ein geschliffener Diamant – klar, scharfkantig und doch wunderschön. Die Dynamikwechsel zwischen den sanften Strophen und dem druckvollen Refrain sind hier besonders beeindruckend umgesetzt.
Fazit
Dream On Dreamer haben mit „Heavens“ ihr vielleicht wichtigstes Album abgeliefert. Es ist ein mutiges Werk, das Ruhe und Kraft auf eine Weise vereint, die man im modernen Post-Hardcore selten findet. Ein Album für die Kopfhörer-Momente, in denen man sich ganz in der Musik verlieren möchte.
„Wenn Melancholie eine Stimme hätte, würde sie klingen wie Marcel Gadacz auf diesem Album. ‚Heavens‘ ist kein bloßes Album, es ist eine emotionale Erfahrung.“
Text: Marc Junge (majun.photo)
