Label: Long Branch Records
Genre: Modern Metalcore / Alternative Metal
VÖ: 26.06.2026
Bewertung: 9.0/10
Die perfekte Symbiose aus Pop-Appeal und Core-Gewalt
Wenn eine Band verstanden hat, wie moderner Metalcore im Jahr 2026 klingen muss, dann sind es Siamese. Die Kopenhagener melden sich mit „dissolution“ zurück und liefern via Long Branch Records ein Album ab, das die Genregrenzen einmal mehr komplett verwischt. Wo andere Bands an der Balance zwischen harten Riffs und poppigen Hooks scheitern, spazieren Siamese mit einer Leichtigkeit durch ihr neues Material, die schlichtweg beeindruckend ist.
Zwischen bittersüßen Melodien und tonnenschweren Breakdowns
Der Albumtitel „dissolution“ (Auflösung) spiegelt sich auch im Sound wider: Klassische Songstrukturen werden aufgelöst, um Platz für cineastische Elektronik, R&B-beeinflusste Gesangslinien von Frontmann Mirza Radonjica und unerwartet aggressive Ausbrüche zu machen. Das Album glänzt durch eine glasklare, extrem druckvolle Produktion, die jedem Element genau den Raum gibt, den es braucht.
Das absolute Prachtstück:
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„sinner“: Der unbestrittene Höhepunkt der Platte. Dieser Song fängt die gesamte Essenz von Siamese im Jahr 2026 ein. Das Stück besticht durch eine unverschämt eingängige, fast schon laszive Melodie im Vers, die sich unaufhaltsam aufbaut, um sich dann in einem der fettesten und cleversten Breakdowns des gesamten Albums zu entladen. Ein absoluter Club- und Live-Hit mit absolutem Suchtfaktor.
Fazit
„dissolution“ ist der nächste logische Meilenstein in der Karriere von Siamese. Die Band schafft es, ihren ureigenen Stil zu perfektionieren, ohne sich zu wiederholen. Wer auf modernen Metalcore steht, der keine Angst vor großen Pop-Melodien hat und mit „sinner“ eine neue Hymne für die Playlist sucht, kommt an diesem dänischen Qualitätsimport nicht vorbei. Ein extrem starkes, süchtig machendes Album!
„Siamese lösen die Grenzen zwischen Metal und Pop endgültig auf. ‚dissolution‘ ist ein Lehrstück in Sachen modernem Songwriting, und das grandiose ’sinner‘ liefert den perfekten Soundtrack für den Moshpit im Sommer 2026.“
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Text: Marc Junge (majun.photo)
